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Ausgangslage Dieses Angebot möchte besonders die Lebensqualität von Kindern und Familien verbessern. Die Grundidee ist es, mit fertigen Veranstaltungsbausteinen die Initiativen der Bewohner zu einem erweiterten kulturellen Programmangebot zu ermuntern. Um die Situation der Familien, der Kinder zu verbessern, bedarf es in Wohnungsnähe für die vielen nicht mobilen Familien positive und anregende kulturelle Erfahrungen. Besondere Veranstaltungen in den Zentren. Mögen sie noch so qualifiziert sein, nutzen oft nicht der Mehrheit am Rande. Unter dem Motto Kultur vor Ort wird auf der Brachfläche ein Kinderkulturgarten für Kinder und Familien organisiert werden. Er wird an mehreren Wochenenden mit den Bewohnern der Siedlung gemeinsam entstehen. Die Spielwerkstatt Rhinozeros bietet ihre Mitarbeit zur Konzeption und fünf Werkwochenenden an.- Die aufgeführten Programmpunkte sind erprobte Veranstaltungsformen mit bewährten künstlerischen und gärtnerischen Fachkräften an. Die TeilnehmerInnen werden in aller Regel als Produzenten, nicht als Konsumenten verstanden. Die Veranstaltungen sind keine Massenveranstaltungen und sind meistens für etwa 20 bis 40 bis Personen gedacht, die sich oft noch in Untergruppen einteilen. So ist eine aktive und produktive Situation möglich. Fehlendes Werkzeug und Material wird gestellt.
Warum ein Kinderkulturgarten? Der Kinderkulturgarten: Ein Ort der Kindheit – ein Ort für Kinder?
Der Mensch lebt in einer realen Welt. Er gehört dazu. Für sich haben die Menschen die Wirklichkeit geordnet, es entstand Physik, Biologie, Chemie und vieles mehr. Wenn Menschen gelegentlich, öfter, immer wieder, dauernd einen bestimmten Teil der realen Welt aufsuchen, können wir von einem Ort sprechen. An Orte legt der Mensch oft und gerne “Hand an”. Der freche Homo sapiens gestaltet Orte, mehr oder weniger, nach seinem Gutdünken. Meist bekommen solche Schnittpunkte von Raum, Zeit und Menschenwillen einen Namen. Solche Namen verraten oft etwas von den Absichten der beteiligten Menschen: Kindergarten – Industriepark – Verkehrsfläche – Kaufhalle – Wartesaal – Atelier – Ruhepol – Vogelschutzgebiet - Bohrinsel, - Pferch – Werkstatt – u.s.w. Dieses Projekt heißt Kinderkulturgarten, Nomen est Omen! Wir wollen Kunst und Natur miteinander verbinden und dabei dieses Erfahrungsfeld mit Kindern und Familien und selbst gestalten Sehr beliebt ist es bei den Menschen, eine “gewisse” Kontrolle über die Orte zu besitzen. “Macht euch die Orte Untertan.” Die Wahrnehmung der Orte ist bei den Menschen individuell unterschiedlich, bestimmt durch Kultur, Lebensalter, eigene Lebensgeschichte, Zufälligkeiten, momentane Befindlichkeiten und einiges mehr. Orte wirken auf Menschen anregend. Der Mensch steuert seine Erregung durch das Aufsuchen, Vermeiden verschiedener Orte oder durch die Veränderung eines Ortes. Durch aktuelles Denken zusätzlich interpretiert und beeinflusst durch Gewohnheit und Erinnerungen, entstehen im Menschen unterschiedlich getönte Erregungszustände (Gefühle). Diese Gefühle lösen in Verbindung mit Beweggründen, Bedürfnissen, Erinnerungen, erneutem Nachdenken und dem aktuellen körperlichen Zustand beim Menschen Verhaltensweisen aus. Orte der Kinder entstehen sehr häufig aus unseren Unzulänglichkeiten und Fehlern. Den Freiraum, der aus Irrtum, Nachlässigkeit, Geldmangel und Dummheit der gestaltenden Erwachsenen entsteht, nutzen die jungen Menschen gnadenlos aus. So werden aus Orten für Kinder in bescheidenem Ausmaß Orte der Kinder. Wir gestaltungskräftigen Erwachsenen (Eltern, MitarbeiterInnen der Begegnungsstätte, Nachbarn, Fachleute von der Spielwerkstatt Rhinozeros) haben nun einige Chancen aktiv zu werden: Da gibt es die Möglichkeit, für Kinder eigene Freiräume, Nischen bewusst mitzubedenken, damit es für Kinder die Chance gibt, sich unserem Ansinnen leichter zu entziehen. Und es gibt die Möglichkeit, pädagogische Räume als permanente Baustelle zu betrachten. Schlüsselfertige Freizeitparks, die dann 20 Jahre so sein müssen, sind unter pädagogischen Gesichtspunkten ein Übel,. deswegen wird der Kinderkulturgarten nie fertig, ist immer wieder veränderbar und kann auch an anderer Stelle neu entstehen.
Das Programm der Kinderkulturgarten Auf der Brache in der Siedlung entstehen , von Kindern und Erwachsenen unter fachkundiger Anleitung selbstgestaltete Erfahrungsfelder, die das Künstliche und das Natürliche miteinander verbinden. Ziel ist es, dass für die Kinder eine Rückzugsmöglichkeit entsteht. Diese wollen wir mit einigen Anregungen ausstatten und dann sie den Kindern überlassen. Ähnlich wie die Orte unserer Kindheit, in der die Erwachsenen nur am Rande eine Rolle spielten.
Beispiele Folgende Bereiche sind geplant: · Ein Labyrinth aus Zaunteilen und schnellwachsenden Pflanzen · Der Meter ein selbst gegrabenes Loch ( 1mx1mx1m) · Ein Weltdorf eine Modellsiedlung (Maßstab ca. 1:50) aus verschiedenen Häuschen aus Naturmaterialien · Sonnensegel, Windharfe und Windrad · Schaukel- und Klettergelegenheiten · Ein Weg des Übels mit verschieden Vogel- und Menschenscheuchen · Ein Weg des Schönen mit Lockvögeln und Säulenheiligen · Traumstübchen, Lichtspiele und Sitzecken · Kleine Hochsitze und Aussichtstürme · Eine Brücke der Freundschaft · Ein Denkmal für Kohle und Stahl · Diese Beispiele werden in Zusammenarbeit nach Bedarf und Fähigkeit der Kinder und Familien nach und nach entstehen. Die Objekte entstehen überwiegend aus einfachen naturnahen Materialien und können, bei Bedarf, auch an andere Orte versetzt werden. ockvögeln und Säulenheiligen · Teile aus dem Objekt „Eine Brücke der Freundschaft“
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